"Pumpschaltungen für EVG von Niederdruckgasentladungslampen"

1. Einleitung

In der heutigen Zeit hat die Forderung nach Energieeinsparung einen hohen Stellenwert. Dabei stehen nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Überlegungen im Vordergrund. So werden z.B. in Deutschland ca. 10% der gesamten Elektroenergie für Beleuchtungszwecke genutzt. Vorrangig dienen Leuchtstofflampen zu Beleuchtungszwecken. 1993 waren nur rund 6% aller Leuchtstofflampen mit einem elektronischen Vorschaltgerät ausgestattet. Bei 310 Millionen installierter Leuchtstofflampen könnten nur durch den Ersatz aller konventionellen durch elektronische Vorschaltgeräte ca. 6500 GWh Elektroenergie jährlich eingespart werden [1] [2] . Wie Bild 1.1 zeigt, sind die Hälfte der Kosten für Beleuchtungsanlagen Energiekosten. So amortisiert sich der vermeintlich hohe Preis für Energiesparlampen oder Lampen mit elektronischen Vorschaltgeräten recht schnell, gerade auch vor dem Hintergrund steigender Stromkosten.
 kostenanteile
Eine herkömmliche 60W-Lampe verbraucht in ihrer Lebensdauer von 1000h Energie im Wert von ca. 16DM. Eine Kompaktleuchtstofflampe gleicher Leuchtstärke mit einer Leistung von 11W verbraucht in der selben Zeit Energie für nur 3DM bei 10facher Lebensdauer. Dabei bietet der Einsatz energiesparender Lampen wie Hochdruckentladungs und Leuchtstofflampen, neben den obengenannten, auch technische Vorteile, wie etwa flackerfreies Licht, guter Leistungsfaktor und keine Interferenzerscheinungen mit netzsynchron laufenden, rotierenden Maschinen.
Ausgehend von der Wirkungsweise von Gasentladungslampen soll in dieser Arbeit ein Simulationsmodell für Gasentladungslampen entwickelt werden. Es wird auf die grundlegenden Anforderungen an elektronische Vorschaltgeräte eingegangen und eine grundlegende Einteilung elektronischer Vorschaltgeräte vorgenommen.
Der Vorteil des Einsatzes von Pumpschaltungen in Lampenvorschaltgeräten für Niederdruckgasentladungslampen soll gezeigt werden.
Grundlage ist eine Schaltungsvariante, wie sie im Europapatent EP 0 253 224 B1 veröffentlicht wurde. Dazu wurden mehrere Schaltungsmodifikationen simuliert und die Ergebnisse ausgewertet.
Im Labor wurde ein Funktionsmuster aufgebaut. Zur Ansteuerung dieser Testschaltung wurde ein universelles Ansteuergerät entworfen und gebaut.
Die simulierten Werte werden mit den gemessenen Ergebnissen verglichen.


Inhaltsverzeichnis   Inhalt  1.  2.   3.  4.  5.  6.  7.  Literatur 
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